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Der Solnhofener – Tradition in Stein

Die Geschichte des Solnhofeners, eines Kalksteins aus der Fränkischen Alb, blickt zurück auf eine lange und ereignisreiche Tradition, die bereits mit dem Entstehen des Sedimentgesteins vor 150 Millionen Jahren ihren Anfang nimmt. Der Plattenkalk entstand zu Zeiten des Oberjura durch Ablagerungen, die sich schichtweise in von Meerwasser gefluteten Lagunen absetzten. Noch heute sind Zeugnisse dieser Zeit im Solnhofener enthalten, Urtiere aus dem Jurameer können in versteinerter Form in so manchen Platten bewundert werden und erzählen in ihrer der Ewigkeit enthaltenen Form Geschichten von längst vergangenen Zeiten. So wurde der Solnhofener auch zum steinernen Dokument der Naturhistorie, wertvolle Relikte wie der Urvogel Archaeopteryx machten den fränkischen Plattenkalk weltberühmt und sind heute in international anerkannten und renommierten Museen zu bewundern.

Ein Naturwerkstoff und seine Geschichte – der Solnhofener als Baumaterial der alten Römer

Kaum eine vergangene Kultur hat unsere heutige Zeit so nachhaltig geprägt wie die moderne und fortschrittliche Zivilisation des Römischen Reiches. Auch lange nach dem Zerfall des Weltreiches, das sich die Römer in zahlreichen Eroberungsfeldzügen und Schlachten errichtet hatten, zeugen noch heute imposante Bauwerke vom Fortschrittswillen eines längst untergegangenen Volkes. Und bereits die Römer wussten ihre Bauten solide und ansprechend zu errichten: Sie verlegten in ihren Kaltbädern und Villen den Solnhofener als Bodenplatten.
Erste Steinbrüche, die den Abbau des Solnhofeners im großen Umfang förderten und vorantrieben, wurden in der Eichstätter Gegend bereits in der Frühen Neuzeit gegründet und legen Zeugnis ab von der traditionsreichen Geschichte eines Natursteins, der sich auch heute noch anhaltender und zunehmender Beliebtheit erfreut.

Die Meister des Solnhofener Steins: Handwerk und Tradition

Nicht nur in seiner Entstehungsgeschichte, auch in Abbau und Verarbeitung kann sich der Solnhofener auf Tradition berufen, da es sich um einen sorgfältig manuell abgebauten Naturstein handelt. Auch in einer Zeit, die sich auf industrielle Massenfertigungsprozesse versteht, wird der Solnhofener noch von Hand abgebaut und ist deshalb nicht nur ein naturgewachsener Werkstoff, sondern auch ein Baustoff mit einer ausgezeichneten Umweltbilanz; er enthält kaum Schadstoffe und in seiner Gewinnung wird kaum unnötige Energie verbraucht. Schwere Maschinen sind in den Solnhofener Steinbrüchen fehl am Platz, da die leicht brüchige Struktur der Steine durch deren Einsatz zu einer Zerstörung des Materials führen könnte. Stattdessen ist sensible Handarbeit gefragt, die auf dem Wissen und der Erfahrung langjähriger Arbeit beruht. Traditionelles Handwerk trifft auf traditionsreiches Material und fügt sich zusammen zu einem Naturstein, der seinesgleichen sucht.
Der Solnhofener lebt von seiner Geschichte und Tradition und zeugt in seiner Verarbeitung von Jahrmillionen Erdgeschichte und Jahrhunderten seiner Geschichte als Werkstoff, den die Natur uns geschenkt hat.